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Subjektiver Gebrauch der Modalverben – Arbeitsblatt 1

C1 Fortgeschritten ArbeitsblattDeutsch

Dieses Arbeitsblatt übt den subjektiven (epistemischen) Gebrauch der deutschen Modalverben: Mit ihnen drückt man Gewissheit, Wahrscheinlichkeit, Möglichkeit, Fremdaussagen, zweifelhafte Behauptungen und Einräumungen aus. Behandelt werden Gegenwarts- und Vergangenheitsformen mit dem Infinitiv Perfekt sowie Verneinung, Fragen und die Wortstellung im Nebensatz. Es richtet sich an Lernende auf C1-Niveau, die diese Nuancen sicher verstehen und treffend verwenden möchten.

Aufgaben
39
Zeit
40 Min.
PDF
5 Seiten
Lösungen
Enthalten
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Übung 1: Was meint die Sprecherin / der Sprecher?

Ordnen Sie jedem Satz die Bedeutung zu, die die Haltung der sprechenden Person am besten beschreibt. Eine Bedeutung bleibt übrig.

Beispiel: Sie muss zu Hause sein, das Licht brennt. → Der Sprecher ist sich fast sicher.

Wortkasten Der Sprecher ist sich fast sicher.Der Sprecher hält es für wahrscheinlich.Der Sprecher hält es für möglich.Der Sprecher hält es für ausgeschlossen.Der Sprecher gibt eine fremde Information weiter.Die Person behauptet es selbst; der Sprecher zweifelt.Der Sprecher räumt etwas ein.Der Sprecher erteilt eine Erlaubnis.

  1. Der Zug muss schon abgefahren sein – der Bahnsteig ist leer.

  2. Die Reparatur dürfte etwa zwei Wochen dauern.

  3. Das kann nicht stimmen – ich habe sie gestern noch gesehen.

  4. Der neue Trainer soll früher Profisportler gewesen sein.

  5. Sie will den Fehler nicht bemerkt haben.

  6. Er mag ein guter Fachmann sein, aber als Chef ist er schwierig.

  7. Es könnte morgen schneien.

Übung 2: Vermutungen über die Vergangenheit

Ergänzen Sie die Sätze mit dem Infinitiv Perfekt des Verbs in Klammern (Partizip II + haben/sein).

Beispiel: Er ist nicht mehr im Büro. Er muss schon ___ (gehen). → gegangen sein

  1. Lena ist nicht zum Treffen gekommen. Sie muss den Termin (vergessen).

  2. Die Straßen sind ganz nass. Es muss in der Nacht (regnen).

  3. Der Brief ist nie angekommen. Er könnte bei der Post (verloren gehen).

  4. Jonas sieht sehr erholt aus. Er dürfte einen schönen Urlaub (haben).

  5. Die alten Nachbarn sollen letztes Jahr nach Kanada (auswandern).

  6. Der Schüler will die Aufgaben ganz allein (lösen).

  7. Das Fenster stand offen. Die Katze muss dort (entkommen).

  8. Das ist seltsam. So kann es unmöglich (geschehen).

Übung 3: Das passende Modalverb

Ergänzen Sie die Sätze mit einem Modalverb aus dem Kasten. Verwenden Sie jedes Wort nur einmal. Zwei Wörter bleiben übrig.

Beispiel: Sie sieht blass aus. Sie ___ krank sein, da bin ich mir sicher. → muss

Wortkasten musskanndürftensollsollenwillmagkönntedarfmöchte

  1. Laut Zeitung das Museum nächstes Jahr renoviert werden.

  2. Er den ganzen Abend zu Hause gewesen sein, aber seine Nachbarn haben ihn im Kino gesehen.

  3. Das Licht brennt und ihr Auto steht vor der Tür – sie zu Hause sein.

  4. Das zwar stimmen, aber es ändert nichts an meiner Entscheidung.

  5. Das nicht Paul sein – Paul ist doch gerade in Spanien!

  6. Nimm lieber einen Schirm mit – es später regnen.

  7. Es ist schon nach acht. Die Kinder inzwischen in der Schule sein.

  8. Ich habe gehört, Anna und Tim letzten Sommer geheiratet haben.

Übung 4: Umformulieren mit Modalverb

Formulieren Sie jeden Satz mit dem subjektiven Modalverb in Klammern um. Die Bedeutung soll gleich bleiben.

Beispiel: Ich bin sicher, dass sie im Büro ist. (müssen) → Sie muss im Büro sein.

  1. Ich bin sicher, dass er den Bus verpasst hat. (müssen)

  2. Es ist unmöglich, dass sie das allein geschafft hat. (können)

  3. Man sagt, dass das Restaurant sehr gut ist. (sollen)

  4. Er behauptet, dass er nichts davon gewusst hat. (wollen)

  5. Wahrscheinlich ist das Paket schon angekommen. (dürfen)

  6. Vielleicht hat Mia die Nachricht nicht gelesen. (können, Konjunktiv II)

  7. Es ist zwar möglich, dass er recht hat, aber ich sehe das anders. (mögen)

  8. Ist es möglich, dass sie sich verlaufen haben? (können)

Übung 5: Fehler finden und korrigieren

Jeder Satz enthält einen Fehler. Schreiben Sie den Satz korrekt auf.

Beispiel: Sie muss schon gegangen haben. → Sie muss schon gegangen sein.

  1. Er muss gestern sehr müde gewesen haben.

  2. Sie soll die Prüfung mit Auszeichnung bestanden sein.

  3. Das muss nicht wahr sein – er war doch gar nicht da!

  4. Der Chef dürft heute etwas später kommen.

  5. Er will das Geld auf der Straße gefunden hat.

  6. Ich vermute, dass sie muss den Zug genommen haben.

  7. Der neue Film soll sehr spannend ist.

  8. Es mögt sein, dass ich mich irre.

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Vorschau

Über diesen Test

Arbeitsblatt Deutsch C1 als PDF: subjektive Modalverben müssen, dürfte, können, sollen, wollen, mögen – Vermutung, Fremdaussage, Behauptung. Mit Lösungen.

Themen

Subjektive ModalverbenInfinitiv Perfekt (gemacht haben / gegangen sein)Grade der GewissheitFremdaussage mit sollenBehauptung mit wollenEinräumung mit mögen

Hinweise für Lehrkräfte

Beginnen Sie mit der Zuordnungsübung, um die Skala der Gewissheit zu erarbeiten (muss > dürfte > kann/könnte > kann nicht), und wenden Sie sich erst danach der Form zu. Typische Fehler sind die falsche Wahl des Hilfsverbs im Infinitiv Perfekt (gewesen haben statt gewesen sein), die Verwechslung von „muss nicht“ (nicht unbedingt) mit „kann nicht“ (unmöglich) sowie die falsche Stellung des Modalverbs im Nebensatz. Zur Vertiefung können die Lernenden eine kurze Zeitungsmeldung oder ein Stück Klatsch mit sollen und wollen umformulieren oder mit müssen, dürfte und könnte über rätselhafte Fotos spekulieren.

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